Mittwoch, 7. September 2016

Dahliengarten Gera

Im Moment haben wir ein Wetter wie aus dem Bilderbuch. Nach dem kühlen Morgen mit Nebelbänken, die schon an den Herbst erinnern, strahlend blauer Himmel bis zum Abend und (noch) angenehmen Temperaturen. Der lang ersehnte Regen, der am Sonntag für einige Liter Wasser sorgte, lässt alle Pflanzen aufatmen und wir sind zum Glück wieder ohne Unwetter davon gekommen, während es nur ein paar km weiter ziemlich heftig war und Windhosen einiges zerstört haben.

Wenn ich nach Hause komme, drehe ich immer eine kleine Runde im Garten und erfreue mich an den duftenden Rosen und den anderen blühenden Blumen. Leider habe ich in diesem Jahr fast wieder keine Dahlien in unserem Garten. Seit zwei Jahren habe ich damit überhaupt kein Glück mehr.

Sie werden jedes Jahr das Opfer der Schnecken und selbst im Pflanzkübel haben sich die Schnecken irgendwie eingeschmuggelt und mir immer wieder alle jungen Triebe einer lila Dahlie geköpft. Im nächsten Jahr habe ich mir fest vorgenommen auf Dahlien zu verzichten.

Dabei mag ich die wunderschönen Blüten so sehr, Dahlien gehören für mich einfach zum Spätsommer und Herbst und deshalb haben wir im Urlaub auch einen Ausflug in den Dahliengarten nach Gera unternommen. Der Dahliengarten liegt in einer kleinen Parkanlage am Stadtrand von Gera.





Die Dahlien stammen dort jedes Jahr von der einzigen in Thüringen verbliebenen Dahlienzuchtgärtnerei „Paul Panzer“ aus der Dahlienstadt Bad Köstritz.









Mit noch ein einigen Fotos aus dem Dahliengarten und einem Gedicht von Gustav Falke wünsche ich uns allen noch viele schöne Spätsommertage. 










September

Der Dornbusch prangt im Schmuck der roten Beeren,
die Dahlien in ihrer bunten Pracht,
und Sonnenblumen mit den Strahlenspeere
stehn stolz wie goldne Ritter auf der Wacht.

Die Wespe nascht um gelbe Butterbirnen,
sie Äpfel leuchten rot im Laub und glühn
den Wangen gleich der muntren Bauerdirnen,
die sich im Klee mit ihren Sicheln mühn.

Noch hauchen Rosen ihre süßen Düfte,
und freuen Falter sich im Sonnenschein,
und schießen Schwalben durch die lauen Lüfte,
als könnt des Sommerspiels kein Ende sein.

Nur ab und an, kaum daß der Wind die Äste
des Baumes rührt, löst leise sich ein Blatt,
wie sich ein stiller Gast vom späten Feste
heimlich nach Hause stiehlt, müde und satt.

Gustav Falke





Kommentare:

  1. Welch eine Dahlienpracht! Und wieviel Arbeit ist es, sie mit Stöckchen zu stützen! Der Garten, den ich im vergangenen Jahr vorgestellt habe, hat in diesem Jahr sehr gelitten. Normalerweise schließt er schon Anfang September. Aber ich glaube, da geht es jetzt erst richtig los, muß da noch mal hin. Danke fürs Zeigen dieser schönen Fotos. Liebe Grüße von Edith

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  2. Dahlien gehören wirklich zum Spätsommer dazu. Leider habe ich auch jedes Jahr Probleme mit Schnecken, heuer half auch nur Schneckenkorn die jungen Triebe zu beschützen. Ich denke, auch diese Parks kommen nicht ganz ohne Gift aus.

    LG kathrin

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  3. Die Dahlen sind ein Wegbegleiter aus meiner Kindheit, ich hatte immer wieder ein paar eigene und habe die Blüten verschenkt. In meinem Garten ist kein Platz für diese Pflanzen, doch ich liebe sie und sehe sie mir wie du in anderen Gärten gerne an. Und jetzt, wo du es sagst, fällt mir ein, dass ich noch einen Post vom letzten Herbst zu machen habe, wo ich in einem Küchengarten mit Dahlien war. Danke fürs Zeigen!

    Sigrun

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  4. Oh, die Dahlen sind wirklich wunderschlön. Und so viele Farben.Prächtig!

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