Sonntag, 14. Februar 2016

Frühlingserwachen

Da das Wetter wider Erwarten schöner war als angekündigt, konnte ich heute Morgen bei herrlichem Sonnenschein eine kleine Gartenrunde drehen und schauen, was es Neues gibt. Nachdem es gestern früh bei Minus 4 Grad eher frostig und alles mit Raureif bedeckt war, sah es heute, zumindest am Vormittag schon  richtig nach Frühling aus.

Sogar ein erster Winterling hat ausgeschlafen. Irgendwie kommen sie bei mir immer sehr spät aus der Erde, warum weiß ich nicht.


Die Schneeglöckchen blühen schon eine Weile.


Die Christrosen, die ich im letzten Jahr erst gepflanzt habe, wachsen und blühen auch weiterhin sehr schön. Eigentlich dachte ich immer sie blühen nur weiß, aber irgendwie verfärben sie sich ständig anders.


Auch die Lenzrosen blühen ja jetzt schon sehr lange, leider sieht man von oben immer nur sehr wenig von den schönen Blüten.



Die Krokusse erscheinen jetzt an allen Ecken
und bringen bald richtig Farbe in den Garten.



Hyazinthen und die kleinen Osterglocken stecken auch schon
 in den Starlöchern und zeigen ihre Knospen.


Das nächste Foto stammt nicht aus meinem Garten
sondern entstand gestern bei einem Spaziergang.


Später am Nachmittag war es wieder grau und ungemütlich und es regnete schon wieder. Aber der Frühling lässt sich sicher nicht mehr lange aufhalten, auch wenn es erst einmal wieder kälter werden soll.

Ich wünsche euch eine schöne neue Woche.

Sonntag, 7. Februar 2016

Gemüseplanung und Rückblick

Um Gemüse im Freiland anzubauen, steht mir in unserem Garten nur sehr wenig Platz zur Verfügung. Deshalb bin ich auch sehr froh über mein Gewächshaus. Dort wird wie in den vergangenen Jahren auch wieder die Sorte Paprika "Orange" einziehen. Diese Sorte hat mich einfach in den letzten Jahren überzeugt. Sie wächst zuverlässig und die Früchte haben einen süßen aromatischen Geschmack.

Im letzten Jahr hatte ich dazu noch die Sorte Tomatenpaprika "Zsuzsanna" für das Freiland ausgesucht. Leider hatte ich ein wenig Pech und habe die Pflanzen einen Tag zu früh ins Freie gebracht. Denn obwohl kein Frost mehr angesagt war, hatte genau in dieser Nacht Väterchen Frost den Garten noch einmal besucht, sodass die Pflanzen leicht "gefrostet" und die ersten Blüten erfroren waren. Sie haben sich zwar dann noch einmal erholt, aber sie waren trotz des heißen Sommers sehr spät reif.

Tomatenpaprika 'Zsuzsanna"
Bei den Gewächshausgurken gibt es in diesem Jahr (nachdem ich im letzten Jahr noch zusätzlich die Sorte "Fitness F1" ausprobiert habe) keine Experimente. Es wird wieder die Sorte "Saladin". Im voriger Jahr hatte ich allerdings kein großes Glück mit Gurken. Sie begannen sehr zeitig zu welken.

Gewächshausgurke "Saladin" und prächtige Tomaten, aber leider ohne Geschmack

Tomaten wird es bei mir in diesem Jahr im Gewächshaus nicht geben. Sie wachsen da zwar wunderbar und bekommen durch die offene Tür auch Sonne ab, aber mir fehlt irgendwie der richtige Geschmack.  Ich habe in den letzten Jahren einige Sorten ausprobiert, aber eigentlich haben mich nur die Johannisbeertomaten und die Cherry-Tomaten "Tombolino F1", die ich im Freien stehen hatte, überzeugt. Diese beiden Sorten stehen deshalb auch auf meiner Liste für dieses Jahr.
  
Die roten Johannisbeertomaten, die man einfach ins Freie pflanzen kann und die Cherry-Tomaten, die ich im Kübel etwas überdacht stehen hatte, waren zuckersüß und hatten ein unglaubliches Aroma. Es machte Spaß sie ständig zwischendurch im Garten zu naschen und auch für bunte Sommersalate waren sie bestens geeignet. Allerdings muss man für die Johannisbeertomaten ein bisschen Platz im Garten einplanen, da sie ziemlich groß und breit werden.

Johannisbeertomaten brauchen etwas Platz im Garten
Kletterzucchini und Johannisbeertomaten. Beide Pflanzen hatte ich im letzten Jahr zum ersten Mal in meinem Garten. Während ich von den Johannisbeertomaten total begeistert bin, hat mich die Kletterzucchini nicht überzeugt.  
 
Zucchini habe ich für dieses Jahr komplett aus meiner Liste gestrichen. Für die normale Zucchini fehlt mir der Platz und von der Kletterzucchini "Black Forest" wird es auch keinen zweiten Versuch geben. Von den zwei Pflanzen, die bei der Anzucht überlebt haben, hatte ich eine im Freiland in einem großen Kübel und eine im Gewächshaus stehen. Die Zucchini im Freiland schwankte ständig zwischen Wachsen und Eingehen, Blühen, Früchte ansetzen, Früchte verfaulen.

Kletterzucchini "Black Forest" im Freien

Im Gewächshaus entwickelte sich die Zucchini einige Zeit sehr gut, aber die Pflanze wurde letztendlich so groß und schwer, dass sie mir alle Halterungen im Gewächshaus abgerissen hat.

Kletterzucchini "Black Forest" im Gewächshaus

Also wer einmal diese Zucchini ausprobieren will, der sollte sich im Vorfeld Gedanken über ein sehr stabiles Rankgerüst machen, da sie nicht von allein klettert, sondern sehr groß und schwer wird und nach oben geleitet und angebunden werden muss. Allerdings weiß ich nicht, ob sich der Aufwand wirklich lohnt. Wer Zucchini mag, ist sicher mit einer normalen Pflanze im Garten besser bedient. Aber vielleicht hat ja jemand bessere Erfahrungen damit gemacht als ich.

In diesem Jahr möchte ich noch einmal Honigmelonen ausprobieren. Der erste Versuch vor 3 Jahren war gescheitert. Die Melonen setzten zwar viele Blüten an, wollten aber einfach nicht wachsen.














Zuerst wird es aber natürlich Salat und Radieschen im Gewächshaus geben, denn bis man die anderen Pflanzen in das Gewächshaus bringen kann, wird es noch eine Weile dauern.

Auch wenn man immer schon gern sehr früh damit anfangen würde, habe ich mich in den letzten Jahren mit der zu zeitigen Aussaat zurück gehalten. Aber so langsam wird es dann Mitte bis Ende Februar Zeit zumindest den Paprika "Orange" (bei anderen Paprikasorten ist es wohl schon früher) im Zimmer auszusäen. 

Ich wünsche euch eine schöne Woche. Es soll ja wieder sehr stürmisch und ungemütlich werden. Also die beste Zeit, zumindest schon mal für die neue Gartensaison zu planen.

Dienstag, 2. Februar 2016

Gartenplanung mit Rückblick

Nachdem ich mich jetzt über 3 Wochen mit Rückenproblemen und einer hartnäckigen Bronchitis herumgequält habe und mir überhaupt nicht nach Bloggen und Garten (außer dem Lesen eurer Posts natürlich) zumute war, merke ich, dass es mir langsam wieder besser geht. Ich fange an, für die diesjährige Gartensaison zu planen. 

Meistens probiere ich ja immer etwas Neues aus. In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, nicht so ganz so viele Experimente mit einjährigen Sommerblumen wie im letzten Jahr zu machen.

Bei einigen Pflanzen hat sich der Aufwand nicht gelohnt. So toll, wie die lila "Australischen Gänseblümchen" auch aussehen, sie selber zu ziehen hat sich bei mir nicht bewährt. Erst wollten sie ewig nicht wachsen und am Ende war es eher eine  "Farb-Entäuschung", denn die meisten Pflanzen, die überhaupt überlebten, blühten gar nicht Lila, sondern Weiß. Zumindest hat es dann noch für zwei Blumenkästen zusammen mit den Petunien gereicht.

Australische Gänseblümchen






Die ausgesäten Petunien dagegen haben sich gut entwickelt. Die Ampel- Petunien "Wonderwave® Blue" hat eine ganz tolle Blüte und Farbe, allerdings wollten bei mir, die auf der  Samentüte versprochenen 1 m langen überhängenden Triebe nicht wirklich wachsen. Die Triebe wuchsen nur in die Höhe und brachen dann leicht ab. 

Ampel- Petunien "Wonderwave® Blue"




























Von der Vanilleblume "Vanillezauber" hatte ich mir irgendwie auch mehr erhofft. Es ist wohl eher eine Pflanze für Blumenrabatten in Parks. Vom Vanilleduft habe ich jedenfalls nichts gemerkt. Vielleicht braucht man da ein ganzes Beet voll davon. 

Vanilleblume "Vanillezauber"


Der Rittersporn "Sublime bicolor" und der Sommerrittersporn sind im Vergleich zum mehrjährigen Rittersporn sehr "zarte" Pflanzen. Sie selber zu ziehen ist recht schwierig gewesen. Es ist wohl besser sie an Ort und Stelle auszusäen und nicht vorzuziehen. Die kleinen Jungpflanzen haben sehr empfindliche Wurzeln und scheinen das Pikieren nicht zu mögen. Allerdings habe ich mich an den schönen Farben erfreut

Sommerrittersporn und Rittersporn "Sublime bicolor" 


Auf jeden Fall werde ich aber wieder Männertreu "Kristallpalast" und die rosafarbenen Zinnien für die Blumenrabatte aussäen. Beide Pflanzen sind sehr robust und blühen vom Sommer bis zum ersten Frost.

Männertreu "Kristallpalast" un Zinnien


Auch bei Sommerastern lohnt sich die Aussaat von Jungpflanzen. Im letzten Jahr war ich sehr froh noch Reserven zu haben, da mir die ersten Pflanzen komplett "weggefressen" wurden. Allerdings sollte man Sommerastern jedes Jahr an eine andere Stelle pflanzen, da sie sonst von der  Asternwelke befallen werden können.

Sommerastern



Das weiße Steinkraut, das ich gern zwischen den Rosen stehen habe und die Zwerglöwenmäulchen, hatten sich in den letzten Jahren immer allein ausgesät. Ich hoffe, dass es in diesem Frühjahr auch so sein wird.

weißes Steinkraut und Zwerglöwenmäulchen


Das Aussäen der Spinnenblumen hätte ich mir im letzten Jahr sparen können, da sie an allen Ecken von allein auftauchten. Allerdings weiß ich noch nicht, ob das nun jedes Jahr so ist. Ich lass mich einfach überraschen.

Spinnenblumen


Angeregt durch die vielen interessanten Posts mit Geranium und im Herbst mit den tollen Herbstastern möchte ich in diesem Jahr auch einige Sorten in meinem Garten ansiedeln.  Ich habe bisher nur eine Pflanze, die wohl sehr ungünstig steht und deshalb immer voller Mehltau ist. Deshalb habe ich mich auch nie so wirklich daran getraut. 

Viele Anregungen habe ich auch aus meinem "Weihnachtsgeschenk" bekommen, auf das mich ein Post und ein Kommentar von Christine vom Hexenrosengarten aufmerksam gemacht hatte und es dann gleich auf meine Wunschliste kam. Es ist das Buch "Blauer Schatz der Gärten" von Karl Förster.  Darin wird neben anderen blau blühenden Pflanzen auch vieles über Geranium und Astern geschrieben.

Vielleicht kann mir ja noch jemand einen Tipp für robuste Herbstasternsorten geben?

Beim nächsten Mal gibt es dann einen Rückblick auf die Gemüsesaison vom letzten Jahr und einen Ausblick für die neue Gemüsesaison.