Heute möchte ich euch ein kleines Stück auf dem Urwaldpfad Hirschberg mitnehmen. Der Urwaldpfad gehört zu einer Reihe von "Urwaldpfaden Thüringens", auf denen man entlang der Thüringer Höhenzüge, "Wald-Wildnis-Gebiete" erleben kann.
Von 1961 bis 1989 war der Wald an der deutsch-deutschen Grenze zwischen Thüringen und Bayern Sperrgebiet. In der Abgeschiedenheit des ehemaligen Todesstreifens entwickelten sich bedeutende Lebensräume für seltene Pflanzen, Pilze und Tiere.
Nach Öffnung der Grenze wurden die vielen gerodeten Flächen wieder aufgeforstet und u. a. viele Laubbäume gepflanzt, um einige "Narben" der Vergangenheit zu verdecken. Heute wird der Wald größtenteils sich selbst überlassen.
Unser kleiner Spaziergang beginnt an der "Wenzelshöhle". Hier sollen einer Sage nach die Bewohner der Stadt Hirschberg den Böhmen-König Wenzel vor seinen Feinden versteckt haben.
Dann ist schon der Hängesteg in Sicht. Über eine im Fels verankerte Stahlkonstruktion, gelangt man aus der Altstadt von Hirschberg in den Naturpark Hag.
Der Blick vom Hängesteg bietet wunderschöne Aussichten auf das Tal der Saale.
Wir lassen den Hängesteg mit den herrlichen Ausblicken hinter uns,
Die längste Bank aus einem Holzstamm, die auch im Guinnessbuch der Rekorde verzeichnet ist, wurde 1991 auf den Namen "Saalebänk" getauft. Im Jahr 2002 wurde die Bank erneuert und ist 30,125 m lang und bietet 97 Personen Platz. Also ideal für die Rast großer Wandergruppen.
Weiter geht es bergauf durch den herrlichen Wald, immer mit einem schönen Blick auf die Saale, in dem es sowohl jungen Mischwald als auch jahrhundertalte Altholzbestände gibt.
Ganz konnten wir den Urwaldpfad an diesem Tag nicht erkunden, da wir noch etwas anderes vor hatten und so liefen wir zurück zum Ausgangspunkt. Aber sicher waren wir hier bestimmt nicht zum letzten Mal.
