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Sonntag, 6. November 2022

Waldspaziergang oder wo wohnt die Hexe Baba Jaga?

Der goldene Oktober bot jede Menge schöne Tage für Spaziergänge im Wald. Nach den vielen Niederschlägen in den letzten Wochen waren wir gespannt, ob wir auch ein paar Pilze entdecken würden. Während mein Mann eher nach Maronen und Steinpilzen Ausschau hielt,

freute ich mich (da ich keine Pilze esse) über jeden Pilz, den ich mit dem Handy einsammeln konnte. 




Besonders mag ich es, wenn der Waldboden so schön mit Moos bewachsen ist und ich frage mich dann, wer wohl in diesen kleinen Mooshäuschen wohnt? Man kommt sich dann vor wie im Märchenwald. 

Apropos Märchenwald! Kurz vor Halloween hörten wir davon, dass die Hexe Baba Jaga in der Nähe am Waldrand in ein neues Häuschen eingezogen sein sollte. Baba Jaga ist eine Hexe aus den Märchenfilmen aus meiner Kindheit, deren Häuschen auf zwei Hühnerbeinen steht. Jedenfalls waren wir neugierig und wollten der Hexe mal einen Besuch abstatten. Bei schönstem Herbstwetter spazierten wir einen Tag vor Halloween in den Wald.

Der Waldboden war voller Herbstlaub, das unter unseren Füßen raschelte. Bald fanden wir einen Hinweis, dass wir auf dem richtige Weg waren.


Da konnten wir durch die Bäume das Häuschen am Waldrand sehen.



Ob die Hausherrin wohl zu Hause war? Beim Blick durch die geöffnete Tür konnten wir den Hexenbesen entdecken.


Die Hexe schien nicht allein zu sein. Da hatten auch schon andere Wanderer oder Spaziergänger die gleiche Idee und nutzten die neue Hütte für ein kleines Picknick. Schnell mal reingeschaut und der Hexe "Guten Tag" gesagt und dann machten wir es uns draußen auf der großen Sonnenliege gemütlich.

Wann kann man schon mal wieder bei 25 Grad an einem 30. Oktober so schön in der Sonne liegen und einen so tollen Ausblick genießen?

Bald schon kamen jede Menge Besucher und wir machten uns auf den Heimweg durch den herbstlichen Wald.



Mittwoch, 16. Oktober 2019

Sommerliches Herbstwetter

Was für ein tolles Wetter hatten wir in den letzten Tagen. So hätte man sich manchmal den Sommer gewünscht. Während der Woche genug Niederschläge und am Wochenende Sonne pur, bei angenehm warmen Temperaturen.


Wir haben einen kleinen Waldspaziergang gemacht und neben den schönen Fliegenpilzen auch ein paar essbare Pilze gefunden.



Auch der Montag und Dienstag waren noch einmal sommerlich warm mit strahlend blauem Himmel. Der Garten gibt noch einmal alles und die Insekten kamen bei dem schönen Wetter alle noch einmal geflogen, um sich den Nektar aus den Blüten zu holen.


Auf den blauen Blütenwolken der Herbstastern wimmelte es vor allem von Bienen, wenigen Hummeln und auch viele Schmetterlinge waren noch zu sehen.



Auch die blaue Holzbiene und (zum ersten Mal) das Taubenschwänzchen konnte ich am Sommerflieder mit der Kamera einfangen.



Noch immer gibt es einige Rosenblüten im Garten.


Die Polsterglockenblumen leuchten in ihrem schönen Blau.


Sogar ein paar Hornveilchen konnten sich über den trockenen Sommer retten und die Kapuzinerkresse fängt jetzt erst richtig an zu blühen.


Seit heute haben wir nun Herbstwetter. Es gibt immer wieder Regenschauer und der Wind bläst die Blätter von den Bäumen.

Mittwoch, 2. November 2016

Fliegenpilze und Hexenringe

Wir haben das Glück, dass wir nicht allzu weit weg gehen müssen, um Mitten im Wald zu sein.




Da wir aber gerade Urlaub hatten, fuhren wir ein paar Kilometer weiter in den Thüringer Wald. Wir wollten eine kleinen Waldspaziergang machen und nebenbei ein paar Pilze suchen. 

Im Wald spürte man plötzlich gar nicht mehr dieses Grau der letzten Tage. Sogar die Sonne ließ sich ab und zu sehen.





Schon nach kurzer Zeit entdeckten wir die ersten Pilze. Ob sie genießbar sind, weiß ich nicht. Aber es sah einfach wunderschön aus.





Es scheint ein Jahr der Fliegenpilze zu sein, denn aus allen Ecken leuchteten die rot-weißen Köpfe der Fliegenpilze aus dem satten grünen Moos. Manchmal sah es aus wie im Märchenwald.

 






Der Waldboden war hier überall mit Moos bedeckt und man lief wie auf Wolken auf dem weichen Polster.



Dieser schöne "Moospilz" ist wohl weder giftig noch essbar.


Wenn man ganz genau hinschaut, sieht man immer wieder verschiedene Moosarten.


Immer wieder entdeckten wir auch die sogenannten Hexenringe oder Feenringe.




Hexenringe nennt man eine kreisförmige Anordnung oder Ausbreitung von Pilzen. Die Bezeichung geht auf einen alten Volksglauben zurück, da man dort einen nächtlichen Versammlungsplatz für Hexen oder auch Elfen vermutete.

Solche Hexenringe entstehen, durch strahlenförmige Ausbreitung des Pilzgeflechts unter der Erde. Das Pilzgeflecht in der Mitte hat irgendwann zu wenig Nährstoffe und stirbt ab, sodass sich die Fruchtkörper nur noch am Rand des Geflechts bilden.


So liefen wir einige Zeit durch den Wald und am Ende fanden wir neben kleinen Maronen und Birkenpilzen sogar noch richtig schöne Steinpilze, sodass es für eine schöne Pilzmahlzeit reichte.