Sonntag, 31. Mai 2020

Ein Garten am Rennsteig

Heute möchte ich euch zu einem Spaziergang in einen "Garten" im Thüringer Wald mitnehmen.

Der "Rennsteiggarten" liegt, wie der Name schon sagt "Am Rennsteig" bei Oberhof. Einigen Wanderfreunden ist der Name vielleicht ein Begriff. So soll der Rennsteig doch der älteste, bekannteste und beliebteste Höhenwanderweg in Deutschland sein. Der Rennsteig beginnt bei Hörschel in Eisenach und endet nach ca. 170 km in Blankenstein im Thüringer Schiefergebirge. 

Unterwegs gibt es viele schön gelegene Rastplätze für ein Picknick und Schutzhütten, falls das Wetter mal nicht mitspielt.

Mittendrin bei Oberhof (bekannt vielleicht auch durch den Biathlon-Weltcup) liegt der Botanische Garten für Gebirgsflora mit 4000 Pflanzenarten aus den Gebirgen Europas, Asiens, Nord- und Südamerikas, Neuseelands und der arktischen Region. 

Rund um den Pfanntalskopf, kann man auf einem 1 km langen Rundwanderweg,  auf einer Höhe von ca. 868 m die Schönheiten der Gebirgsflora entdecken und von den vielen schönen Aussichtspunkten den Blick über den Thüringer Wald genießen.



Am meisten hatte ich mich dieses Mal auf die Rhododendronblüten im Wald gefreut. Aber leider war es hier oben auf über 800 m noch nicht so weit und nur einige Sträucher hatten ihre Blüten geöffnet. Während bei uns die Rosen fast blühen, strahlt hier noch der gelbe Löwenzahn.



Der Rundwanderweg führt durch den herrlichen Thüringer Wald. Überall gibt es viele Informationen auf Schautafeln  und verschiedene Pflanzen zu entdecken.



Gemütliche Bänke laden zum Verweilen ein. 


Köhlerhütte


Am Ende des Weges kann man von oben einen Blick auf die Zentrale Schauanlage werfen, auf der man viele Gebirgspflanzen bewundern kann.



Alpenrosen
Frühlings-Enzian
Frühlings-Adonisröschen und Kerners-Täschelkraut
rechts Prophetenblume


Ein mir bisher unbekanntes Insekt konnte ich entdecken, den Hummelschwärmer.

Auch wenn erst wenige Pflanzen ihre Blüten geöffnet haben, war es doch ein wunderschöner Spaziergang durch die Natur. Ich wünsche allen schöne sonnige Pfingsttage! 




Montag, 25. Mai 2020

Endlich hat es geregnet

Endlich hat es auch bei uns geregnet. Seit meinem letzten Post gab es etwa 40 l/m². Jetzt ist alles frisch und grün im Garten.  Auch heute ziehen noch einige Schauer über uns hinweg. Obwohl ich gerade Urlaub habe, freue ich mich über den Regen. Man weiß ja nie, wann der Nächste kommt ;-).


Die Zeit rennt so schnell. Inzwischen sind die letzten Tulpen, die Hasenglöckchen und auch der Flieder bereits wieder verblüht.

 


Jetzt blühen Akelei und die Rosen treiben kräftig aus. Die ersten Knospen sind zu sehen.


Überall in den Beeten hat sich die Berg-Flockenblume ausgebreitet. Besonders die Hummeln scheinen sie zu mögen. 


Auch der Zierlauch ist immer ein Magnet für Bienen und Hummeln.


Die neu in den Garten eingezogenen Pflanzen wie Blauraute, Herbstanemone und Prachtkerze wollen so gar nicht anwachsen. Ich habe keine Ahnung woran das liegt. Vielleicht brauchen sie noch etwas Zeit. Nur die neue lila Lupine hat bereits eine Blüte. Während die andere Lupine schön länger im Garten steht und jedes Jahr zuverlässig blüht.


Der Rittersporn öffnet seine Blüten, wobei er in diesem Jahr (wahrscheinlich durch die lange Trockenheit) nicht wirklich an Höhe gewinnt. Viele der Blütenstengel sind einfach umgefallen und abgeknickt.


Jedes Jahr prächtiger blüht der Salbei. Der Rosenlauch hat durch die Trockenheit  fast alle seine Blätter verloren. Aber den Blüten scheint es nichts auszumachen.


In den Garten eingeschlichen hat sich eine mir erst unbekannte Pflanze. Während sich im letzten Jahr nur eine Blattrosette entwickelte und ich nicht wusste, um welche Pflanze es sich handelte, ist daraus nun eine Nachtviole geworden. Sie steht sehr ungünstig zwischen niedrigen Stauden. Aber da sie so prächtig gewachsen ist, lasse ich sie einfach dort blühen.


Jetzt freue ich mich auf eine Woche Urlaub und darauf, viel Zeit im Garten zu verbringen und vielleicht blühen die ersten Rosen bald auf.

Montag, 4. Mai 2020

Grünt die Eiche ...

Leider hat der Regen um unsere Gegend wieder einen großen Bogen gemacht. Immer wenn man dachte, jetzt kommt mal ein richtiger Schauer, dann waren es drei Tropfen, die schon über der Erde verdampften. Es ist alles knochentrocken. Heute ist vorerst der letzte Tag, an dem ein paar Regentropfen angekündigt sind, aber große Hoffnung habe ich nicht.

Wenn ich aus dem Fenster schaue, und nach Regenwolken Ausschau halte, dann stehen an der Straße drei große Eichen. Ich mag diese Eichen immer gern als Fotomotiv in den verschiedenen Jahreszeiten und vor allem in der laublosen Zeit.


 Jetzt werden die Eichen gerade zartgrün, beginnen ihre Blätter auszutreiben.


Dabei fiel mir diese Bauernregel ein, die ich vor einiger Zeit bei achimsgarten auf dem Blog gelesen habe.


Grünt die Eiche vor der Esche, gibt’s im Sommer große Wäsche.
Grünt die Esche vor der Eiche, gibt’s im Sommer große Bleiche.

Nun hatte ich gerade keine Esche in der Nähe und wusste deshalb nicht, wer war oder ist denn jetzt zuerst?

Deshalb habe ich gestern bei unserem kleinen Spaziergang einmal gezielt darauf geachtet, was macht die Esche?



Ich muss sagen, da ist die Eiche wesentlich weiter. Sagt jetzt bitte nicht, bei euch ist das anders *lach. Dann wäre alle Hoffnung wieder dahin ;-)

Nun gibt es diese Bauernregel auch in anderen Versionen.

Blüht die Esche vor der Eiche, gibt es eine große Bleiche (einen trockenen Sommer),
blüht die Eiche vor der Esche, gibt es eine große Wäsche (einen verregneten Sommer).

Jetzt hab ich mir zum ersten Mal darüber Gedanken gemacht, ob ich schon einmal die Blüten einer Eiche oder Esche wirklich beachtet oder wahrgenommen habe. Eigentlich nicht! Ein Grund mehr mich mal im Internet darüber schlau zumachen. Dabei habe ich gemerkt, dass es dazu sehr viele verschiedene Angaben über erste Blüten, Häufigkeit der Blüte usw. gibt. 

Manche Eichen sollen erst nach 60 Jahren zum ersten Mal blühen und sind dann schon so hoch, dass wir die Blüten wahrscheinlich gar nicht mehr wahrnehmen. Es sei denn, wir achten gezielt darauf.

Also bei unseren Eichen vor dem Haus habe ich keine Blüten entdecken können. Aber es gab auch im letzten Jahr Massen an Eicheln, vielleicht setzt sie dieses Jahr einfach mal aus.

Die Blüten der Esche habe ich auch nicht gesehen, sie sollen im Mai noch vor dem Laubaustrieb in unauffälligen Rispen erscheinen. 

Nun hoffe ich, dass es heute doch noch ein paar Regentropfen für die Natur gibt und wünsche euch eine schöne Woche!

Sonntag, 26. April 2020

Blüten im Garten

Die letzten Tage gab es bei sonnigem Frühlingswetter, einen herrlichen Blütenrausch im Garten zu erleben. Die Süßkirsche, die Japanische Zierkirsche und der Zierapfel standen bzw. stehen in voller Blüte.

An den warmen Tagen summte und brummte es in den Bäumen. Am beliebtesten bei den Insekten ist immer die Japanische Zierkirsche. Sie hat einen so wunderbaren Blütenduft.

Schon am Morgen, beim ersten Blick aus dem Fenster leuchteten die weißen Blüten der Süßkirsche, die von der Morgensonne angestrahlt wurden durch die Fensterscheibe.

Leider ist dieser Blütenrausch immer so schnell vorbei. Kaum freut man sich über die ersten Knospen an den Obstbäumen, schon fängt es im Garten an zu "schneien" und der Rasen ist mit weißen Blütenblättern bedeckt. Ich bin froh, dass wir eine frostfreie Wetterperiode hatten. Nun müsste es nur mal richtig regnen. Für die nächste Woche sind ja ein paar Regenschauer angekündigt. Mal sehen, wie es wird.

Nachdem die ersten Tulpen dem Frost zum Opfer gefallen sind, blühen jetzt die späteren Sorten. Ganz wenige Papageientulpen haben sich noch einmal erholt.

Die meisten, der jetzt blühenden Tulpen habe ich erst im Herbst neu eingepflanzt. 


Wobei ich mich nicht wirklich erinnern kann, einige dieser Farben gekauft zu haben. Aber Zwiebelmischungen sind wohl immer ein Überraschungspaket.

Nachdem ich schon dachte meine Magnolie ist nach dem letzten Frost verloren, hat sie jetzt noch einmal richtig angefangen zu blühen.  Auch das Tränende Herz und die Hasenglöckchen haben sich wunderbar erholt.


Der rosa Polsterphlox blüht und sogar das einjährige weiße Steinkraut, dass sich sonst jedes Jahr von selbst aussät, hat an einigen Stellen den Winter überlebt. 
 
 
Nun hoffe ich in den nächsten Tagen auf etwas Regen. Erfreut euch an der Natur und dem Frühling und bleibt alle gesund!