Sonntag, 25. Juli 2021

Endlich - ein rosa Rittersporn!

Meine Ritterspornpflanzen habe ich vor einigen Jahren aus einer Samenmischung selber gezogen.


Damals waren es Pflanzen in verschiedenen Blautönen, weißer und ein rosa Rittersporn. Der rosa Rittersporn hat leider den ersten Winter nicht überlebt. Aber die anderen Pflanzen entwickeln sich seither bestens.





Da meine Lieblingsfarben im Garten - Blau, Lila, Weiß und Rosa sind, wünschte ich mir immer auch wieder einen Rittersporn in Rosa. Seit mehreren Jahren versuchte ich bis jetzt vergeblich, ihn  im Garten anzusiedeln.




Ich kaufte einen blühenden Rittersporn. Leider brach schon beim Transport die Blüte ab und er diente dann als Schnittblume in der Vase. Die restliche Pflanze im Garten ging ein.


Mehrere kleinere gekaufte Pflanzen ereilte das gleich Schicksal. Im letzten Herbst kaufte ich zwei weitere kleine Pflanzen ohne Blüte. Der letzte Versuch! Wenn es diesmal nicht klappt, dann würde ich endlich aufgeben.

Auch diesmal sah es nicht gut aus. Eine Pflanze ging gleich ein und die andere wusste nicht so recht, ob sie wachsen sollte. Über den Winter deckte ich sie gut ab. Im Frühjahr kamen doch wirklich die ersten grünen Spitzen aus der Erde, um am nächsten Tag schon wieder weg zu sein. Schnecken!!!! 

Diesmal musste es doch etwas werden. Ich stellte über die Pflanzstelle einen Schneckenschutzring und allmählich kamen wirklich grüne Spitzen und am Ende sogar zwei Blütenstiele! Der eine wurde von was auch immer gleich wieder abgefressen, aber der andere wurde endlich eine rosa Blüte! Hurra, der Mensch ist ja genügsam.

Neulich habe ich Bilder vom einjährigen Rittersporn ´Rose Spire` gesehen. Der sah auch toll aus, vielleicht sollte ich den im nächsten Jahr mal ausprobieren.

Jetzt sind alle Ritterspornpflanzen zurückgeschnitten und treiben für eine zweite Blüte aus, die allerdings meist nicht mehr so prächtig ausfällt wie die erste Blüte und die Blätter oft von Mehltau heimgesucht werden. Mal sehen, wie es in diesem Jahr sein wird.

Sonntag, 4. Juli 2021

Farbenfroher Juni-Garten

Während sich der kleine Bauerngarten im Mai in seinen schönsten Grüntönen zeigte, 

wurde es im Juni endlich bunt. 


Lupinen, Rittersporn, Löwenmaul, Akelei, Bartnelken, Mohn, Fingerhut, Marienglockenblumen bringen Farbe in den Garten und ziehen viele Insekten an.




Leider sind die Blüten vom Kalifornischen Mohn immer nur von kurzer Dauer.


Wunderschön haben in diesem Jahr auch die Bartnelken geblüht.



Die Blütezeiten waren durch die Wetterbedingungen zum Teil sehr kurz. Inzwischen haben die Rosen Hochsaison. Aber schon sind neue Sommerblumen am Start und bald blühen Phlox und Sonnenhut.

Sonntag, 27. Juni 2021

Schneewittchen und die 7 Fingerhüte

Manchmal kann man in seinem Garten die Pflanzen planen, wie man will und es kommt dann doch anders als gedacht. Ein Samenkorn verirrt sich, will einfach wo anders wachsen, sucht sich andere Gesellschaft.  Ich lasse diesen Pflanzen dann meist ihren Wunsch und so wollte der Weiße Fingerhut eben nicht bei den anderen im kleinen Bauerngarten wachsen, sondern suchte heimlich die Gesellschaft von Schneewittchen. 



Da diese Fingerhüte zweijährige Pflanzen sind, wuchs bereits im letzten Herbst im Schutz der Rose Schneewittchen eine Blattrosette heran und in diesem Frühling wurde daraus eine prächtige Staude mit 7  Stängeln - Weißer Fingerhut. 


Viel größer, prächtiger als all die anderen absichtlich gepflanzten Fingerhüte im kleinen Bauerngarten.


Nicht geplant, aber wunderschön! 




Mittwoch, 16. Juni 2021

Richtungswechsel

Vorletzten Sonntag hatten wir einen Ausflug auf einen Berg bei Zella-Mehlis in unserem schönen Thüringen geplant. Von dort aus soll man einen wunderschönen Ausblick auf den Thüringer Wald haben. Schon im letzten Urlaub mussten wir die Tour Wetter bedingt verschieben. Und auch dieses Mal waren die Wettervorhersagen ziemlich ungünstig.

Trotzdem machten wir uns auf den Weg. Aber unterwegs wurde das Wetter immer schlechter und eine Gewitterzelle hatte sich laut Wetterbericht direkt über dem Berg festgesetzt. Also, was sollten wir dort bei Gewitter, Regen, Nebel und einer Sichtweite von nicht einmal 100 Meter.

Zufällig hatte ich am Morgen im Internet einen Bericht über den wunderschönen Schlosspark Tannenfeld gelesen, in dem gerade der Rhododendron blühte, und so kehrten wir um und fuhren einfach in die andere Richtung der Gewitterzelle davon, in schöneres Wetter hinein.


Schon beim Betreten des 15 Hektar großen Schlossparkes kam durch die schwüle Luft und das Zwitschern der vielen Vögel im Park eine wunderschöne Stimmung wie in einem tropischen Garten auf. 


Seit 1908 wurden hier Rhododendron und Azaleen angepflanzt.




Schon Johann Wolfgang von Goethe wusste diesen verträumten Ort zu schätzen.














Ich hoffe, euch hat die kleine Bilderauswahl gefallen. Ohne das Gewitter hätten wir diesen traumhaften Ort vielleicht nie kennengelernt und beim 3. Anlauf im  nächsten Urlaub werden wir den Ausblick vom Berg im Thüringer Wald bestimmt schaffen. Denn alle guten Dinge sind Drei.

Sonntag, 30. Mai 2021

Der Garten im Mai - ein Rückblick

Schon wieder geht ein Monat zu Ende, und ich möchte heute noch einmal auf den Monat Mai zurückblicken.

Nach einem gefühlt zu langen Winter stellte uns der Monat Mai auf eine weitere Geduldsprobe. Doch wenn man die alten Bauernregeln betrachtet, dann ist dieser Mai eigentlich genau so, wie er sein soll.

  • Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun’ und Fass.
  • Regen im Mai bringt fürs ganze Jahr Brot und Heu.
  • Mairegen bringt Segen.
  • Ein nasser Mai schafft Milch herbei.
  • Ein kühler Mai wird hochgeacht’, hat stets ein gutes Jahr gebracht.

Also hoffen wir mal, dass diese alten Bauernregeln recht behalten und schöne Sommermonate folgen.

Anfang Mai öffneten die Süßkirsche und die Zierkirsche ihre Blüten im Garten. Auch wenn die Blüte in diesem Jahr nicht so gigantisch wie im letzten Jahr ausfiel, lockte sie an den wenigen sonnigen und trockenen Tagen viele Insekten an, die in den Blüten summten und brummten. 



In der Blumenrabatte blühen Gemswurz, Rotes und weißes Tränendes Herz, Hasenglöckchen, Kaukasisches Vergissmeinnicht, Schlüsselblumen, Milchstern und Flockenblumen.






Mitte Mai stand der Apfelbaum in voller Blüte.



Dann hat es geschneit! Zum Glück nur Blütenblätter!


Der Mai offenbarte auch endgültig die Frostschäden an den Rosensträuchern. Das Rosenstämmchen ist trotz Winterschutz komplett erfroren. Alle Strauchrosen sind fast bis zum Boden abgestorben. 
Zum Glück lag während der tiefen Frosttemperaturen Schnee im Garten, sodass die Rosen zumindest von unten wieder neu austreiben. Auch die Kletterrosen sind zum Teil bis zum Boden zurück gefroren. Aber als ob das nicht schon genug wäre, sind fast alle neu ausgetrieben Rosenknospen (wahrscheinlich vom Rosentriebbohrer) zerstört. Also musste ich schon wieder zur Schere greifen und alles abschneiden.



In den 4 Nistkästen wächst der Vogelnachwuchs heran. Es wird fleißig gefüttert. Nachdem der erste Nachwuchs der Stare schon ausgeflogen ist, suchte Herr Star nun in der Zierkirsche balzend eine neue Dame.



Im Haus waren alle Fensterplätze belegt und im Gewächshaus wächst wieder viel mehr als vorgenommen und gebraucht wird heran. Zum Glück gibt es viele nette Gartenliebhaber, die die übrigen Pflänzchen dankend entgegennahmen.



Im Moment blühen die letzten Tulpen und die Akeleiblüten öffnen sich.





Johannisbeeren, Stachelbeeren und Heidelbeeren blühen.



Pfingstmontag konnten wir bei schönem, sonnigen Wetter einen weiteren Aussichtspunkt in unserer Gegend erkunden. Ich mag diese Schutzhütte mitten im Wald, durch deren Fenster man die Umgebung, wie auf einem Gemälde betrachten kann.



Der Weg führte uns vorbei an goldenen Rapsfeldern. 



Im Wald blühten Maiglöckchen.


Jetzt blüht gerade der lila Flieder im Garten, der meinem Blog den Namen gab.


Ich hoffe und wünsche uns allen, dass es ab nächste Woche endlich wärmer wird und die Sonne sich häufiger zeigt.