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Mittwoch, 11. November 2015

Das neugierige Schneeglöckchen

Hat sich da etwa jemand in der Jahreszeit geirrt? 

Als ich gestern nach Hause kam und wie immer an unserem Vorgarten vorbei ging, sah ich auf einmal ein weiße Glöckchen vor dem Rosenstrauch aus der Erde schauen. Ich musste erst noch einmal genauer hinsehen, und wirklich es war ein Schneeglöckchen mitten im Herbst.



War es ihm etwa zu warm in der Erde oder war es einfach neugierig und wollte mal schauen, wie die Welt so im Herbst ausschaut? Jedenfalls steht es einsam und allein im Herbstlaub und scheint sich ziemlich wohlzufühlen und damit es nicht so allein ist, schaut auch noch gleich eine Blüte der  Kissenprimel mit aus der Erde und so könnte man meinen, es wäre fast Frühling. 

 
Die Gänseblümchen auf der Wiese sind eh Dauerblüher und gesellen sich gleich noch dazu und so wird es langsam wieder bunt im Garten ;-).



Bei der Wärme der letzten Tage ist es wohl auch kein Wunder, auch die anderen Frühblüher wie Tulpen und Blausternchen schieben schon ihre grünen Triebe aus der Erde.

Abends gibt es jetzt immer schöne Sonnenuntergänge und ich freue mich immer, wenn ich solche Momente gerade miterleben kann. 







Sonntag, 8. November 2015

Mach ´s gut, du schöner alter Baum

Schon wieder ist eine Woche vorbei und wir haben immer noch herrliches Herbstwetter. Schon am Morgen beim Sonnenaufgang bot sich ein schönes Wolkenbild.



    Auch der Sonnenuntergang zeigte sich von seiner schönsten Seite.


Der Garten hat sich aber verändert. Die letzten Blätter sind von den Bäumen gefallen und der Rasen wurde ein letztes Mal gemäht.



Meine Aster hat es durch die Wärme der letzten Tage doch noch geschafft aufzublühen. Sie ist jetzt fast das letzte Blühende in unserem Garten. Nur ein paar Rosenknospen und das Steinkraut wollen noch nicht aufgeben.

Das Steinkraut sät sich immer von selber aus und ich lass es an einigen Stellen einfach wachsen. Besonders mag ich das weiße Steinkraut zwischen den Rosen.



Gestern saß ich sogar noch eine Weile auf unserer Gartenbank. Es war fast 20 Grad warm. Ich genoß noch einmal die Wärme, sah die letzten Blätter vom Baum fallen und beobachtete die kleinen Meisen, die an dem ersten Futter, das ich für sie in den Kirschbaum gehängt hatte, gepickt haben.


Dabei kam mir auch ein Gedicht in den Sinn, dass ich früher mal geschrieben habe. Ich mochte ja schon immer gern Gedichte und als Kind und im Teenageralter habe ich auch gern selber Gedichte geschrieben. Vielleicht kann man heute darüber schmunzeln, aber irgendwie passte es zu dem Tag gestern und ich schreibe es heute mal in meinen Post.

 Mach ´s gut, du schöner alter Baum
 
Sachte schwebt das letzte Blättchen,
leise auf die Erde runter.
Hui, da kommt der Herbstwind angefahren
Und das Blättchen wirbelt munter
noch einmal vom Boden hoch.

Sieht schon erste Flocken tanzen,
denkt sich, nun wird ’s aber Zeit,
hing schon viel zu lang am Baume
und der Winter ist nicht weit.
Deckt bald Feld und Flur weiß zu,
da ich geh ich auch schön zur Ruh.

Denke an das alte Jahr,
als im Frühling Knospen sprangen,
schön war ´s als auf deinen Zweigen
kleine Vögel lustig sangen.
Hab den Sommer gern gesehen,
doch jetzt muss ich leider gehen.
Mach `s gut du schöner alter Baum,
denn noch bunter werd ich kaum.



Und damit wünsche ich euch eine schöne neue Woche!