Dienstag, 18. Januar 2022

7. Bloggeburtstag

Heute vor 7 Jahren veröffentlichte ich meinen ersten Post auf diesem Blog. Damals war das Bloggen völliges Neuland für mich. Heute nach 7 Jahren macht es mir immer noch Spaß, über unseren Garten, über Ausflüge in die Natur und unser schönes Thüringen zu berichten. Auch ist der Blog wie ein Gartentagebuch für mich, in dem ich gern mal auf die vergangenen Gartenjahre zurückschauen kann.

Der lila Edelflieder "Andenken an Ludwig Späth", der 2015 meinem Blog den Namen gab, hat sich inzwischen zu einem großen Strauch entwickelt, den ich mit regelmäßigem Schneiden im Zaum halten muss. 

Während der Edelflieder im Frühling mit seinen lila Blütenrispen erfreut, 

blühen zwei lila Schmetterlingsflieder den ganzen Sommer hindurch bis in den Herbst und ziehen viele Insekten wie z. B Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge an.


Vieles wiederholt sich jedes Jahr im Blog. Und doch ist es immer wieder anders.

Ich freue mich über die Christrosen, die jedes Jahr ab November blühen und den Vorgarten verschönern, wenn die Natur sonst im Winterschlaf ist. Am 01.01.2022 waren sie sogar Nahrungsquelle für die Bienen, die wohl zum ersten Mal an einem Neujahrstag bei diesen milden Temperaturen unterwegs waren. 



Jedes Jahr freue ich mich auf die ersten Frühblüher in unserem Garten und kann die ersten Blüten der Schneeglöckchen, Winterlinge und Krokusse kaum erwarten.



Später folgt die Baumblüte der Süßkirsche, des Apfels, des Zierapfels und der Japanischen Zierkirsche, die immer wieder bezaubernd anzuschauen ist.



4 Nistkästen stehen im Frühling bereit, die von den Vögeln jedes Jahr gern angenommen werden.


Verschiedenes habe ich ausprobiert in den letzten 7 Jahren. Da ich nur einen kleinen Garten habe, sind es immer nur ein paar wenige Gemüsesorten, mit denen ich jedes Jahr experimentieren kann.

z. B. Honigmelonen und Kletterzucchini,


Mexikanische Minigurken, Paprika, Schlangengurken, verschiedene Tomatensorten von kleinen Johannisbeertomaten (die für mich übrigens den besten Geschmack aller bisherigen Tomatensorten hatten) bis zu großen Exemplaren wie die Tomate "Ananori".

Im Garten sind in den letzten Jahren viele Rosen eingezogen, die den ganzen Sommer und einige bis zum ersten Frost blühen.

Es entstanden zwei neue Rosenbeete mit Rittersporn und Herbstastern, ein Rosenbogen als Eingang zum kleinen Bauerngarten und ein Rosenspalier mit 3 Kletterrosen.



Es wurden ganz viele verschiedene einjährige Sommerblumen aus Samen gezogen. Die Beeindruckendsten waren sicher die Spinnenblumen mit ihren tollen Blüten.

Mit den prächtigen Blüten der Japanischen Zierkirsche beginnt jedes Gartenjahr und mit der tollen Herbstfärbung der Blätter wird stets das Ende der Gartensaison eingeläutet.

 

Die Winterzeit nutze ich gern dafür, die Vögel am Futterhaus zu beobachten. Neben ganz vielen Sperlingen, kommen Amseln, Blaumeisen, Kohlmeisen, Rotkehlchen, Stare und immer öfter auch der Buntspecht und der Eichelhäher, um sich Futter zu holen.



Der Garten im Winterkleid. Soviel Schnee haben wir allerdings in den letzten Jahren eher selten gehabt.



Jetzt im Januar beginnt wieder die Planung für das neue Jahr.

Ich hoffe, dass es wettertechnisch nicht wieder so verrückt wird und der Buchsbaumzünsler, der im letzten Jahr im Garten angekommen ist, nicht meine ganze Buchshecke zunichte macht!

Ich bedanke mich für all eure netten Kommentare in den letzten 7 Jahren und freue mich auf ein neues schönes Gartenjahr!


Samstag, 1. Januar 2022

Bienensummen am Neujahrstag

Ein neues Jahr hat begonnen. Ich wünsche allen ein gesundes und glückliches Jahr 2022!


Die letzten Tage des alten Jahres waren hier wettertechnisch ziemlich turbulent. In der Heiligen Nacht begannen die ersten Schneeflocken vom Himmel zu tanzen und wir hatten tatsächlich zwei weiße Weihnachtstage. Außerdem wurde es richtig kalt mit Temperaturen bis Minus 12 Grad. Die Birke trug ein Kleid aus Reif. 



Doch schnell war die weiße Pracht wieder Geschichte. Der letzte Tag des Jahres verabschiedete sich mit einem tollen Farbenspiel am Himmel bei Plus 12 Grad.


Das neue Jahr begann ebenfalls mit milden Temperaturen. Im Vorgarten summen sogar die Bienen und fliegen auf den Christrosen von Blüte zu Blüte. Das fängt ja schon wieder gut an, das neue Jahr. Alles etwas verrückt?



Donnerstag, 23. Dezember 2021

Frohes Fest und Guten Rutsch!

Ein Jahr geht zu Ende. Der Garten ist in der Winterruhe. Im Vorgarten blühen die Schneeglöckchen (eine Sorte, die immer schon im November ihre Blüten öffnet) und die Christrosen pünktlich zur Weihnachtszeit.




Mit einem kleinen Spaziergang durch die festlich geschmückte Innenstadt von Saalfeld in Thüringen wünsche ich euch allen ein friedliches, besinnliches und gesundes Weihnachtsfest! 

Rathaus

Eisbahn auf dem Marktplatz

Johanneskirche Saalfeld

 Krippe auf dem Marktplatz Saalfeld
 von Holz-Flori (einem Kettensägenkünstler aus der Region)


„Wenn's alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“ – Albert Einstein


In diesem Sinne: Einen Guten Rutsch in das Jahr 2022.

Sonntag, 7. November 2021

Herbstspaziergang im Schieferpark

Der graue und ungemütliche November machte schon in den ersten Tagen seinem Namen alle Ehre. Es gab jede Menge Regen, ungemütliche Temperaturen und heute bläst der Sturm wieder das Laub um die Ecken.

Deshalb möchte ich euch heute wieder auf eine kleine Wanderung hier in Thüringen mitnehmen, die wir im Oktober bei schönerem Wetter unternommen haben.

Seit dem 13. Jahrhundert wurde im Thüringer Schiefergebirge, das "Blaue Gold" (wie der Schiefer hier auch durch seine besondere Farbgebung genannt wird) abgebaut und bis zum Jahr 2008 zu Wand- und Dachschiefer sowie zu Schiefertafeln verarbeitet.

Heute ist der einstige Tagebaubereich ein kostbares Naturschutzgebiet. Natur- und Wanderfreunde kommen bei einem ca. 3 km langen Rundweg um den 45 m tiefen gefluteten Tagebau, dem sogenannten "Schiefersee" und Technikfreunde bei Führungen durch das Technische Denkmal "Historischer Schieferbergbau" auf ihre Kosten. 

Das Gelände des Technischen Denkmals „Historischer Schieferbergbau Lehesten“ ist frei begehbar. Die Gebäude des Technischen Denkmals wie z. B. die Göpelschachtanlage (sie diente der Förderung des unter Tage gewonnenen Schiefergesteins) und die authentische Doppelspalthütte (hier wurde der Schiefer verarbeitet) kann man bei einer Führung u.a. mit ehemaligen Bergleuten besichtigen und dabei alles über die Geschichte des Thüringer Schieferbergbaus erfahren.

Wir wollen aber heute nur eine kleine Wanderung rund um den Schiefersee machen und kommen zuerst am Modelldorf vorbei. In Zusammenarbeit mit der Dachdeckerschule Lehesten, die übrigens die älteste Dachdeckerschule Deutschlands ist, entstanden hier Miniaturhäuser im Maßstab 1: 5, die von der hohen Kunst des Schieferhandwerks zeugen.



Wir laufen weiter und werfen einen Blick zurück auf die Göpelschachtanlage und den Schornstein des ehemaligen Dampfkessels.




Wir beginnen den Rundwanderweg um den Schiefersee. Dabei laufen wir abwechselnd durch Fichtenwälder und Laubwälder vorbei an hohen Schieferwänden auf der einen Seite,


sowie wunderschönen Ausblicken auf den Schiefersee auf der anderen Seite.


Ein Blick über den See zum Ausgangspunkt unserer Wanderung auf die Göpelschachtanlage.


Immer wieder leuchten uns Fliegenpilze mit ihren roten Kappen zwischen Schiefer und dem saftig grünen Moos auf dem Waldboden entgegen.





Eine Ameisennest und wer wohnt wohl da in der Mooshöhle?



Unser Weg führt uns weiter vorbei an hohen Schieferhängen und tiefen -abhängen, immer wieder erfahren wir interessante Details auf den Informationstafeln über den Schieferpark.






Wir kommen zum Förderkomplex "Schacht IV" mit dem Förderturm, verschiedenen historischen Funktionsgebäuden und den alten Schieferbahnen.






Von dort schauen wir noch einmal zurück auf unseren Wanderweg auf der anderen Seite des Schiefersees


und beenden unsere kleine Wanderung am Parkplatz.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag und eine schöne neue Woche.