Samstag, 17. September 2022

Insektenfreundliche Pflanzen im Sommergarten

In diesem Jahr wollte ich neben den mehrjährigen, ganz viele insektenfreundliche einjährige Sommerblumen in meinem Garten pflanzen. Leider ging die Rechnung durch die Hitze und Dürre nicht ganz auf. Viele der vorgezogenen Pflänzchen überlebten nicht, auch weil irgendetwas sie zum Fressen gern hatte. Aber einige Pflanzen konnte ich durch tägliches Gießen retten und durch den heißen, trockenen Sommer bringen. Durch den vielen Regen der letzten Tage haben sich die Pflanzen noch einmal prächtig erholt.

Zinnien und ungefüllte Dahlien sind bei den Insekten sehr beliebt. Viele Schmetterlinge und Hummeln tummelten sich an den heißen Sommertagen auf den Blüten.




Am späten Nachmittag, wenn ich manchmal im Schatten noch ein bisschen auf der Gartenbank saß, kam oft ein Taubenschwänzchen vorbei. Es zu fotografieren, war allerdings nicht so einfach.


Bei den mehrjährigen Stauden wird die Kugeldistel von sehr vielen Insekten besucht. Ich entdeckte verschiedene Hummelarten, Bienen, Wespen mit langen Beinen, Schwebfliegen und vor allem die Holzbiene.


Auch der Lavendel und der Salbei sind Hummelmagneten, am Wandelröschen und sogar an den Spinnenblumen konnte ich die Holzbiene ebenfalls beobachten.

Was tummelt sich noch so im Garten?

Am Sommerflieder herrscht immer reger Flugbetrieb der verschiedenen Schmetterlinge. An der Blauraute konnte ich viele Bienen beobachten.


Am Blauen Staudenlein, der ebenfalls Insekten anziehen soll, konnte ich dagegen keine Besucher entdecken. Dafür an der Kartäusernelke.


Sogar für die kleinen Blüten des Zauberschnees gab es Interessenten.


Dann "schliefen" da noch 3 Nachtfalter. Da musste ich mich bei den ersten beiden erst einmal informieren, um was es sich handelt.

Lindenschwärmer und Birkenspanner. Den Russische Bär kannte ich schon, er war auch schon letztes Jahr im Garten zu finden.

Lindenschwärmer, Birkenspanner, Russischer Bär


Zum Schluss gibt es dann noch die Feuerwanzen, da gibt es auf Grund des milden Klimas in diesem Jahr besonders viele im Garten. Der ganze Hibiskus ist belagert und auch die Aster.




Donnerstag, 8. September 2022

Alles wieder im grünen Bereich

So langsam habe ich mich jetzt mit diesem Sommer und dem Garten wieder "versöhnt". Seit dem Frühjahr hatten wir hier ja keine nennenswerten Niederschläge mehr. Alles war dürr und vertrocknet. Der Rasen nur noch Stroh und das Gießwasser war schon lange alle. Doch vor ca. 14 Tagen dann geschah das "Wunder" und wir hatten innerhalb von 2 Tagen fast 70 l/m² überwiegend schönen Landregen. Seitdem sieht die (Garten)Welt schon wieder ganz anders aus.

Am letzten Sonntag sind wir von einem Kurzurlaub an der Nordsee zurückgekommen. Unterwegs sahen wir viele Gegenden, die noch immer stark von der Dürre betroffen sind. Auch hörten wir unterwegs vom Waldbrand auf dem Brocken. Doch welch ein Wunder bei uns war der Rasen wieder grün, der Garten macht wieder richtig Freude. Ich konnte es fast nicht glauben, was sich durch den Niederschlag in diesen paar Tagen verändert hatte.

Rasen am 31.07.2022 und 06.09.2022


Heute gab es wieder 10 l/m² Regen. 

Die Rosen haben die große Trockenheit und Hitze dieses Sommers ohne extra Wassergaben wunderbar überlebt und setzen jetzt zur 2. Blüte an. 


Die Zinnien, der einjährige Sonnenhut "Herbstwald" und der mehrjährige Sonnenhut hätten den Sommer ohne tägliches Gießen nicht überlebt. Ich bin froh, dass ich einige der selbst gezogenen Pflanzen über den Sommer retten konnte. So war die Mühe nicht ganz umsonst. Denn viele Insekten besuchen die Zinnien.




Bei den Herbstanemonen war wohl der Standort entscheidend. Im kleinen Bauerngarten, der zum Abend hin etwas im Schatten liegt, konnten sich die Pflanze ohne zusätzliche Wassergaben über den Sommer gut entwickeln. An einer anderen Stelle sind die Knospen vertrocknet und werden leider nicht mehr aufblühen.


Jetzt macht es wieder Freude durch den Garten zu gehen und ich freue mich auf eine schöne Gartenzeit im Herbst.

Sonntag, 7. August 2022

Dahlien aus Samen ziehen

Bis zum letzten Winter hatte ich mir nie Gedanken darüber gemacht, dass man Dahlien auch aus Samen selber ziehen kann. Sonst kaufte und pflanzte ich die Knollen immer im Frühjahr. Im Herbst wurden sie ausgegraben und versucht, im Keller zu überwintern, was mal mehr, mal weniger gut gelang. In den letzten Jahren wurden die jungen Triebe im Frühjahr dann meist von den Schnecken gefressen, weshalb ich beschlossen hatte, Dahlien nur noch im Blumenkasten zu ziehen. 

Durch Zufall entdeckte ich den Samen für die kleinen ungefüllten farbenfrohen Dahlien, die besonders für die Insekten interessant sind im Internet und wollte es einfach einmal ausprobieren, Dahlien selber zu ziehen. 

Da ich nicht wusste wie schnell Dahliensamen aufgehen, säte ich sie im März. Bereits nach einer Woche begannen die Pflänzchen zu sprießen und wurden schnell größer. Für mich eigentlich viel zu schnell, da es ja bis Mitte Mai, wenn man sie auspflanzen kann, noch eine Weile hin war.

Dahlienpflanzen am 04.04.2022 und 30.04.2022

Die Dahlienpflanzen entwickelten sich gut und brachten schöne Farben zum Vorschein, die viele Insekten anzogen.







Irgendwann wurden die Dahlien, wie so viele Pflanzen in diesem Sommer von irgendetwas angefressen und es wurden viele Knospen in ihrem Wachstum beschädigt. Immer öfter fand ich dieses Insekt auf den Blüten. Wenn ich richtig recherchiert habe, müsste es sich hier eventuell um eine Gemeine Wiesenwanze handeln, die gern an Blattknospen saugen und Triebe absterben lassen.



Ich hoffe es bleibt noch etwas übrig von den schönen Blüten, denn die Pflanzen haben durch die Hitze und Trockenheit schon genug zu kämpfen. Jedenfalls hat es sich für mich gelohnt, die kleinen Zwergdahlien aus Samen selber zu ziehen.


Sonntag, 31. Juli 2022

Und wieder nix mit Regen

Der Juni und der Juli waren in diesem Jahr Monate, indem ich die Lust auf Garten fast verloren habe. Ich kann mich schon nicht mehr erinnern, wann es bei uns in diesem Jahr den letzten nennenswerten Niederschlag gab. Alle angekündigten Niederschlagsgebiete machen einen Bogen um uns. Dazu kamen noch die Hitze und irgendwelche Tierchen, die einen Teil meiner einjährigen Pflanzen zerfraßen und nur Löcher, Gerippe und Stängel stehen ließen. Ich weiß nicht wirklich, ob es Schnecken, Erdflöhe oder der Dickmaulrüssler ist. Wenn man auf dem Rasen läuft, dann raschelte es wie Stroh unter den Füßen und nur das Unkraut ist noch zu sehen.


Also hieß und heißt es Gießen, Gießen, Gießen, um wenigstens einige Pflanzen etwas am Leben zu erhalten und trotzdem die positiven Dinge zu sehen. Denn auch die gibt es noch, wenn man ganz genau hinschaut im Garten. Die Rosen, die tiefe Wurzeln haben, können mich etwas versöhnen. 



Leider war die Pracht der ersten Blüte im Juni durch die Hitze schnell wieder dahin. Doch immer wieder gibt es einzelne Blüten und die Rosen treiben trotz Trockenheit bereits für eine zweite Blüte aus. Besonders die Kleinstrauchrosen Knirps und Sweet Knirps trotzen der Trockenheit und blühen und blühen.



Da mir jetzt schon das 3. Rosenstämmchen trotz Schutz im Winter erfroren ist, habe ich mich in diesem Jahr für ein Wandelröschen-Stämmchen im Kübel für das Rondell entschieden. Bisher macht es zusammen mit dem Lavendel ein schönes Bild und scheint auch trocken- und hitzeverträglich zu sein.


In den letzten Jahren habe ich schon einige Stauden gepflanzt, die mit Hitze und Trockenheit gut zurecht kommen sollen.

So zum Beispiel die Blauraute, die Prachtkerze und Kugeldisteln.



Ohne Gießen kommen erstaunlicherweise bis jetzt auch noch der Hibiskus und die Herbstanemone aus.


Eigentlich hatte ich mich in diesem Jahr auf ein buntes Beet mit Zinnien und Sonnenhut "Herbstwald" gefreut. Aber die Zinnien und der einjährige Sonnenhut tun sich schwer mit der Trockenheit und jeden Abend sehen sie aus wie Strohblumen und erholen sich erst durch das Gießen wieder bis zum nächsten Morgen.


Nun hoffen wir weiter auf Regen und genießen trotzdem jede einzelne Blüte im Garten, die sich durch die Trockenheit kämpft.




Samstag, 4. Juni 2022

Pünktlich zu Pfingsten

 Pünktlich zu Pfingsten blühen in diesem Jahr die Pfingstrosen im Garten. 







Ich wünsche allen ein schönes Pfingstfest!


Montag, 30. Mai 2022

Rückblick April - Mai 2022

Schon wieder sind 2 Monate vergangen. April und Mai sind irgendwie an mir vorbeigeflogen. Der Garten hat sich rasant verändert. Es gab und gibt jede Menge zu tun. Leider ist es wieder viel zu trocken und man freut sich über jeden Regenguss.

Obwohl ich eigentlich (wie jedes Jahr) nicht wieder so viele Pflanzen selber ziehen wollte, war das Gewächshaus am Ende wieder gut gefüllt mit Gurken, Tomaten, einjährigen Sommerblumen und meinen diesjährigen Experimenten, der Ananas-Kirsche und Mini-Wassermelone.


Der April und der Mai 2022 waren geprägt von der herrlichen Blüte der Zierkirsche, der Süßkirsche und des Zierapfels.


In den Beeten leuchteten die Tulpen, Gemswurz, Kaukasisches Vergissmeinnicht, Traubenhyazinthen, Blaukissen, Berg-Flockenblume, Hasenglöckchen, Teppichphlox und das Tränende Herz in Rosa und Weiß.




Danach folgten Akelei, Zierlauch, Iris und Clematis The President.




Jetzt freue ich mich auf die ersten Blüten der Rosen und des Rittersporns.

Ich wünsche euch einen schönen Start in den Juni.