Sonntag, 7. August 2022

Dahlien aus Samen ziehen

Bis zum letzten Winter hatte ich mir nie Gedanken darüber gemacht, dass man Dahlien auch aus Samen selber ziehen kann. Sonst kaufte und pflanzte ich die Knollen immer im Frühjahr. Im Herbst wurden sie ausgegraben und versucht, im Keller zu überwintern, was mal mehr, mal weniger gut gelang. In den letzten Jahren wurden die jungen Triebe im Frühjahr dann meist von den Schnecken gefressen, weshalb ich beschlossen hatte, Dahlien nur noch im Blumenkasten zu ziehen. 

Durch Zufall entdeckte ich den Samen für die kleinen ungefüllten farbenfrohen Dahlien, die besonders für die Insekten interessant sind im Internet und wollte es einfach einmal ausprobieren, Dahlien selber zu ziehen. 

Da ich nicht wusste wie schnell Dahliensamen aufgehen, säte ich sie im März. Bereits nach einer Woche begannen die Pflänzchen zu sprießen und wurden schnell größer. Für mich eigentlich viel zu schnell, da es ja bis Mitte Mai, wenn man sie auspflanzen kann, noch eine Weile hin war.

Dahlienpflanzen am 04.04.2022 und 30.04.2022

Die Dahlienpflanzen entwickelten sich gut und brachten schöne Farben zum Vorschein, die viele Insekten anzogen.







Irgendwann wurden die Dahlien, wie so viele Pflanzen in diesem Sommer von irgendetwas angefressen und es wurden viele Knospen in ihrem Wachstum beschädigt. Immer öfter fand ich dieses Insekt auf den Blüten. Wenn ich richtig recherchiert habe, müsste es sich hier eventuell um eine Gemeine Wiesenwanze handeln, die gern an Blattknospen saugen und Triebe absterben lassen.



Ich hoffe es bleibt noch etwas übrig von den schönen Blüten, denn die Pflanzen haben durch die Hitze und Trockenheit schon genug zu kämpfen. Jedenfalls hat es sich für mich gelohnt, die kleinen Zwergdahlien aus Samen selber zu ziehen.


Sonntag, 31. Juli 2022

Und wieder nix mit Regen

Der Juni und der Juli waren in diesem Jahr Monate, indem ich die Lust auf Garten fast verloren habe. Ich kann mich schon nicht mehr erinnern, wann es bei uns in diesem Jahr den letzten nennenswerten Niederschlag gab. Alle angekündigten Niederschlagsgebiete machen einen Bogen um uns. Dazu kamen noch die Hitze und irgendwelche Tierchen, die einen Teil meiner einjährigen Pflanzen zerfraßen und nur Löcher, Gerippe und Stängel stehen ließen. Ich weiß nicht wirklich, ob es Schnecken, Erdflöhe oder der Dickmaulrüssler ist. Wenn man auf dem Rasen läuft, dann raschelte es wie Stroh unter den Füßen und nur das Unkraut ist noch zu sehen.


Also hieß und heißt es Gießen, Gießen, Gießen, um wenigstens einige Pflanzen etwas am Leben zu erhalten und trotzdem die positiven Dinge zu sehen. Denn auch die gibt es noch, wenn man ganz genau hinschaut im Garten. Die Rosen, die tiefe Wurzeln haben, können mich etwas versöhnen. 



Leider war die Pracht der ersten Blüte im Juni durch die Hitze schnell wieder dahin. Doch immer wieder gibt es einzelne Blüten und die Rosen treiben trotz Trockenheit bereits für eine zweite Blüte aus. Besonders die Kleinstrauchrosen Knirps und Sweet Knirps trotzen der Trockenheit und blühen und blühen.



Da mir jetzt schon das 3. Rosenstämmchen trotz Schutz im Winter erfroren ist, habe ich mich in diesem Jahr für ein Wandelröschen-Stämmchen im Kübel für das Rondell entschieden. Bisher macht es zusammen mit dem Lavendel ein schönes Bild und scheint auch trocken- und hitzeverträglich zu sein.


In den letzten Jahren habe ich schon einige Stauden gepflanzt, die mit Hitze und Trockenheit gut zurecht kommen sollen.

So zum Beispiel die Blauraute, die Prachtkerze und Kugeldisteln.



Ohne Gießen kommen erstaunlicherweise bis jetzt auch noch der Hibiskus und die Herbstanemone aus.


Eigentlich hatte ich mich in diesem Jahr auf ein buntes Beet mit Zinnien und Sonnenhut "Herbstwald" gefreut. Aber die Zinnien und der einjährige Sonnenhut tun sich schwer mit der Trockenheit und jeden Abend sehen sie aus wie Strohblumen und erholen sich erst durch das Gießen wieder bis zum nächsten Morgen.


Nun hoffen wir weiter auf Regen und genießen trotzdem jede einzelne Blüte im Garten, die sich durch die Trockenheit kämpft.




Samstag, 4. Juni 2022

Pünktlich zu Pfingsten

 Pünktlich zu Pfingsten blühen in diesem Jahr die Pfingstrosen im Garten. 







Ich wünsche allen ein schönes Pfingstfest!


Montag, 30. Mai 2022

Rückblick April - Mai 2022

Schon wieder sind 2 Monate vergangen. April und Mai sind irgendwie an mir vorbeigeflogen. Der Garten hat sich rasant verändert. Es gab und gibt jede Menge zu tun. Leider ist es wieder viel zu trocken und man freut sich über jeden Regenguss.

Obwohl ich eigentlich (wie jedes Jahr) nicht wieder so viele Pflanzen selber ziehen wollte, war das Gewächshaus am Ende wieder gut gefüllt mit Gurken, Tomaten, einjährigen Sommerblumen und meinen diesjährigen Experimenten, der Ananas-Kirsche und Mini-Wassermelone.


Der April und der Mai 2022 waren geprägt von der herrlichen Blüte der Zierkirsche, der Süßkirsche und des Zierapfels.


In den Beeten leuchteten die Tulpen, Gemswurz, Kaukasisches Vergissmeinnicht, Traubenhyazinthen, Blaukissen, Berg-Flockenblume, Hasenglöckchen, Teppichphlox und das Tränende Herz in Rosa und Weiß.




Danach folgten Akelei, Zierlauch, Iris und Clematis The President.




Jetzt freue ich mich auf die ersten Blüten der Rosen und des Rittersporns.

Ich wünsche euch einen schönen Start in den Juni.

Donnerstag, 31. März 2022

Zeit der Frühblüher

Der Frühling ist da, wenn auch irgendwie in diesem Jahr alles etwas anders ist. Aber die Frühblüher und das schöne Wetter der letzten Tage lenken etwas von den trüben Gedanken ab. 

In unserer Region sind die ersten Frühblüher immer schon sehr zeitig am Start und so gab es Ende Februar schon die ersten bunten Farben im Vorgarten. Auch die Bienen freuten sich darüber.


Allerdings hatten es Krokusse und Co. in dieser Zeit nicht besonders leicht. Denn viele Nachtfröste zwangen sie immer wieder zu Boden. Am Morgen glaubte man oft nicht, dass sich die Blüten wieder erholen und im Sonnenschein wieder aufrichten. 


Jetzt sind die ersten Frühblüher schon wieder Geschichte. Die letzten Tage hatten wir traumhaftes Frühlingswetter. Jetzt ist die Zeit der Hyazinthen und Blausternchen, die sich überall unheimlich vermehren.

Auch die Narzissen, die Teppich-Primel "Wanda" und die ersten Tulpen leuchten im Garten.




Die Magnolie beginnt ihre ersten Blüten zu öffnen und genau jetzt sind wieder Nachtfröste für die nächsten Tage angesagt. Ich kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann die Magnolie einmal ihre Blüten richtig entfalten konnte. In den letzten Jahren sind sie immer erfroren.


Der Garten war völlig ausgetrocknet. Gestern hat es wenigstens ein paar Tropfen geregnet, auch Schneeflocken waren dabei. Für morgen sind dann 5 bis 10 cm Neuschnee angesagt. Ich hoffe ja, das ist nur ein Aprilscherz?

Ich wünsche euch einen guten Start in den April.

Samstag, 5. März 2022

Schöne Ausblicke in Thüringen - Teil 3

Heute gibt es nun den dritten und letzten Teil unserer Ausflüge mit schönen Aussichtspunkten in Thüringen.

Im Mai führte uns eine Ausflug nach Ziegenrück an der Saale. Ziegenrück gehört zu den 5 kleinsten Städten in Deutschland und liegt zwischen der Bleilochtalsperre und dem Hohenwarte-Stausee. Von dort führte uns ein Spaziergang zum Aussichtspunkt "Reißertsruh". 

Vorbei am Ilsenblick konnten wir an einem wunderschönen Frühlingstag unterwegs die Natur, die Maiglöckchen und das frische Grün der Bäume und den Blick zur Burg Ziegenrück genießen.



Dann entdeckten wir die Schutzhütte "Reißertsruh", die sich auf einer Höhe von 414 m befindet und hoch auf einem sich über der Saale erhebenden Felsen errichtet wurde.



Hier lässt es sich aushalten und den schönen Blick in die Natur genießen.


Im Juli besuchten wir den Großen Inselsberg, der auf einer Höhe von 916,5 m ü. NHN liegt.


Auch von hier hat man einen wunderschönen Ausblick über den Thüringer Wald .



Blick zur Inselsbergschanze bei Brotterode

Im Herbst führte uns ein Sonntagsspaziergang an einem goldenen Oktobertag zum Talsperrenblick "Schneiderfelsen" in der Nähe von Meura.




Hier fanden wir eine Schutzhütte an einem traumhaften Platz mit einen wunderschönen Ausblick auf die Talsperre Leibis-Lichte.


Hier konnten wir den Goldenen Oktober in der Sonne noch einmal so richtig genießen.



Damit endete unser "Ausflugsjahr 2021" in Thüringen. Mal sehen, was es in diesem Jahr neu zu entdecken gibt.