Donnerstag, 9. Mai 2019

Alles neu macht der Mai...

"Alles neu macht der Mai..." So beginnt eine alte Volksweise aus dem 18. Jahrhundert von Hermann Adam von Kamp (1796-1867). Die Melodie stammt übrigens vom Lied "Hänschen Klein". In der ersten Strophe heißt es:

Alles neu macht der Mai,
macht die Seele frisch und frei.
Laßt das Haus, kommt hinaus!
Windet einen Strauß!
Rings erglänzet Sonnenschein,
duftend prangen Flur und Hain:
Vogelsang, Hörnerklang
tönt den Wald entlang.

Alles neu machte auch der Regen, der lang ersehnt war und den Garten und die Natur aufatmen ließen. Ich glaube, ich habe mich noch nie so über Regen (auch am Wochenende und jetzt im Urlaub) gefreut, wie in diesem Frühjahr. Man hatte einfach Bedenken, dass die Trockenheit weiter anhält, denn die Pflanzen hatten schon wieder mächtig gelitten.

Die Baumblüte ging viel zu schnell vorbei und nach den weißen Blütenwolken wurde es durch den Regen schnell grün im Garten und bunt in den Beeten.





Das Zierapfelbäumchen hat in diesem Jahr kaum Blüten. Wahrscheinlich hat es sich im letzten Sommer verausgabt oder es war einfach zu trocken. Darunter haben sich rosa Vergißmeinnicht vom letzten Jahr ausgesamt und passen prima zu den lila Hornveilchen.
 

Ich freue mich, dass unsere 3 Nistkästen wieder "bezogen" wurden und in unserem Garten ein Blaumeisenpärchen, ein Kohlmeisenpärchen und ein Starenpärchen für Nachwuchs sorgen.



Bei den einjährigen Sommerblumen habe ich mich mit dem Kauf auch wieder zu zeitig hinreißen lassen. Aber es verlockt eben zu sehr, wenn man im April durch einen Gartenmarkt schlendert. Während die Petunien mit den kalten Nächten ganz gut zurechtkamen, hat der Zauberschnee ziemlich gelitten. Wie ich im Nachhinein gelesen habe, verträgt er keine Temperaturen unter 8 Grad Celsius. Und wir hatten viele kalte Nächte. 

Selbst im Gewächshaus war es zu kalt und die Blätter wurden gelb. Ich hoffe, er erholt sich wieder. Denn Zauberschnee ist eigentlich eine sehr dankbare und unkomplizierte Sommerpflanze, die sich mit vielen Blüten z. B. im Balkonkasten kombinieren lässt.


Im Gewächshaus wachsen Salat, Tomaten und so einige einjährige Sommerblumen heran. Die Gurken, Paprikapflanzen und Melonen habe ich vorsichtshalber noch im Haus auf der Fensterbank.


Der Flieder beginnt zu blühen und im Hintergrund erobert die Kletterrose "Rosanna" den Rosenbogen.


Mit den Tulpen hatte ich in diesem Frühjahr (bis auf die ganz frühen Sorten) kein Glück. Es war einfach zu trocken. Noch vor der Blüte lagen sie zum Teil vertrocknet am Boden. 

Diese späteren Tulpen habe sich durch den Regen noch einmal erholt. Farblich passend dazu blüht der Polsterphlox am Treppenaufgang.


Manchmal wachsen im Garten auch seltsame Pflanzen aus dem Blumentopf ;-)
Nachbars Katerchen macht oft in noch ungenutzen Blumentöpfen ein Nickerchen.


Ich hoffe, dass es im Mai noch etwas mehr Regen gibt, denn wie sagt eine alte Bauernregel: "Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun' und Fass"!

Kommentare:

Pfälzerin hat gesagt…

Das ist mein allerliebstes Mai-Gedicht und ich mag Deine bunten Bilder von den Blumen.
Ja, der Mai ist tatsächlich ein Wonnemonat. Wenn es nur bald ein wenig trockener wird, bin ich sehr zufrieden.
Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin

Lis vom Lindenhof hat gesagt…

Also heute regnet es bei uns genug, das reicht um die Bodentrockenheit ein wenig aufzubessern.
Die Tulpen haben in der Hitze wirklich sehr gelitten, schade dass die Pracht so schnell vorbei war.
Meine Sommerblumen hab ich in den kalten Nächten lieber ins Treppenhaus gestellt, allerdings war es bei uns nie kälter als Null Grad und die Mühe war somit für die Katz. Aber besser einmal zu viel in Sicherheit gebracht, als erfrorene Blumen entsorgen zu müssen.

LG Lis

Elke Schwarzer hat gesagt…

Hallo Doris,
was ist das nur immer mit Katzen, dass sich die kleinsten Behälter zwängen müssen? ;-) Sieht nicht sehr gemütlich aus, aber das scheint es doch zu sein.
Mein Zierapfel hat gut geblüht, es ging aber auch viel zu schnell vorbei.
VG
Elke